Lust auf Gesundheit – Kommunikation des BGM

Sie möchten keinen unserer Artikel mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren Blog-Newsletter!

 

Loading

Anfang: Zu Beginn ist es sinnvoll, aufzulisten, welche Angebote im Unternehmen bereits vorhanden sind. Meistens finden nämlich schon einzelne BGM-Maßnahmen, wie ein Firmenlauf oder eine „Aktive Pause“ statt. Dann kann zum Beispiel eine Mitarbeiterumfrage durchgeführt werden, um herauszufinden, wo die Mitarbeitenden einen Bedarf für betriebliche Gesundheitsvorsorge sehen. So erfahren sie auch gleich, dass Aktionen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements geplant sind.

Bekannt machen: Um alle über die BGM-Aktionen zu informieren, verschicken wir Rundmails, Newsletter und kündigen die Aktionen im Intranet an. Mitarbeitende ohne einen Computerzugang erreicht man gut mit Aushängen und Plakaten. Hilfreich ist es auch, die Vorgesetzten als Multiplikatoren einzusetzen: Sie sollen ihr Team informieren.

Chance: Das BGM bietet die Möglichkeit, auf zwei unterschiedlichen Ebenen anzusetzen: Der Verhaltensprävention und der Verhältnisprävention. Zum einen wird auf das Verhalten der Mitarbeitenden Einfluss genommen. Die Mitarbeitenden können ihr Wissen durch bspw. Seminare erweitern. Zum anderen lassen sich die Verhältnisse innerhalb des Unternehmens positiv beeinflussen, damit sich die Kolleginnen und Kollegen noch wohler fühlen und gesund bleiben.

Durchsetzen: Dass wirklich alle Mitarbeitenden an BGM-Aktionen teilnehmen, wird man in einem großen Betrieb nicht erreichen. Aber: Sehr gut durchgesetzt haben sich bei uns bislang niederschwellige Angebote wie z.B. eine Smoothie-Bar und solche Aktionen, die unmittelbar am Arbeitsplatz stattfinden. Etwa, wenn ein Trainer oder eine Trainerin direkt auf Station kommt, um eine Ergonomie-Schulung durchzuführen. Die Mitarbeitenden müssen auf diese Weise keine langen Wege auf sich nehmen, sondern können direkt an ihrem Arbeitsplatz etwas für ihre Gesundheit tun. 

Erfolg: Unsere Aktions- und Gesundheitstage waren von Anfang an sehr erfolgreich. Vor allem, wenn die Mitarbeitenden eine spannende Aktion, wie etwa ein Balance-Board oder ein Carrera-Bike im Foyer sehen, werden sie neugierig. „Machst du auch mit?“ oder „Komm, da machen wir mit“ sind Sätze, die dann häufig zu hören sind. Fotobox: Total gut angekommen ist unsere Fotobox. Da konnten alle Mitarbeitenden Fotos schießen mit Wertschätzungssprüchen wie „Unser tolles Team“ oder „Lieblingskollege“. Das hat viele begeistert und am Ende ist eine tolle Fotowand entstanden, die einen Platz vor unserer Cafeteria gefunden hat. So werden alle Kolleginnen und Kollegen an dieses schöne Event erinnert.

Gesundheit aus Sicht des BGM basiert Gesundheit auf drei Bausteinen: Es geht um die körperliche Gesundheit, die geistige Gesundheit und das soziale Wohlbefinden.

Herbst ist die Zeit, in der die Grippewelle beginnt. Wir veranstalten jedes Jahr Grippeschutztage für unsere Mitarbeitenden und verteilen die Infos dazu über alle Kanäle – Emails, Plakate, Intranet und über Informationsstände. Wenn die Kolleginnen und Kollegen dies wollen, werden sie kostenlos und ohne Termin mit der aktuellen Grippeimpfung versorgt.

Informieren: Je mehr Mitarbeitende Bescheid wissen, desto mehr machen bei den BGM-Aktionen mit. Sehr gut funktioniert es, wenn die Aktion sichtbar an einem zentralen Standort stattfindet, an dem jeder automatisch vorbeikommt, zum Beispiel im Foyer oder in der Cafeteria.

Jury: Unsere Mitarbeitenden geben uns Rückmeldung über Feedbackbögen zu den einzelnen Aktionen und zusammen mit unserem BGM-Steuerungskreis werten wir die Aktionen aus und entscheiden, was zukünftig geplant wird.

Konsequenzen: In der Regel sind alle BGM-Maßnahmen freiwillig. Ausnahmen waren beispielweise Seminare für Führungskräfte. Um eine gute Führungskultur zu etablieren, ist es wichtig, dass möglichst alle Führungskräfte eingebunden werden.  Wenn jemand nicht an der Schulung teilnehmen konnte, haben wir ihn/sie kontaktiert, um einen neuen Termin zu finden.

Lust machen: Es ist hilfreich und wertvoll, die Interessen und Ideen der Mitarbeitenden aufzugreifen. Wir bitten am Ende von Schulungen oder Aktionen die Teilnehmenden um ein Feedback. Die Motivation ist immens, wenn Mitarbeitende sagen können: „Diese Idee habe ich eingebracht.“

Motivation: Es ist toll, wenn jemand neugierig auf die Angebote ist und sich neues Wissen aneignen will. Oft reicht es, einzelne Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter für eine BGM-Aktion zu gewinnen und es entsteht ganz von selbst eine Gruppendynamik, die die anderen mitreißt.

Nörgler: Gerade, wenn jemand im Schichtdienst arbeitet und deswegen nicht an den BGM-Aktionen teilnehmen kann, nörgeln manche Mitarbeitenden verständlicherweise. Es ist also immer gut, die Aktionen zu unterschiedlichen Uhrzeiten anzubieten, damit möglichst viele mitmachen können.

Öde: Dass ein Thema nicht gut ankommt, merkt man schnell an den Teilnehmerzahlen. Darauf sollte man reagieren.

Panne: Ich würde davon abraten, mit großen BGM-Themen zu beginnen. Besser ist es, mit kleinen, sichtbaren Maßnahmen zu starten, damit die Mitarbeitenden sehen: Es passiert auch was.  Hierfür eignen sich zum Beispiel Gesundheitstage.

Quark statt Sahne: Unser Angebot zu einer gesunden Ernährung wollen wir ausweiten. Wir planen gerade einen Ernährungstag. Wichtig dabei ist, neben den gesunden Lebensmitteln: Umweltfreundliches Material, die Smoothies etwa haben wir in ökologischen Bechern ausgeschenkt, die sich selbst abbauen.

Regeln: Mein Rezept, um die Mitarbeitenden zu motivieren ist, die Aktionen in der Arbeitszeit anzubieten sowie die Angebote niederschwellig und sichtbar zu machen.

Stress: Wenn die Mitarbeiter keine Zeit haben, zu uns zu kommen, kommen wir zu Ihnen. Das macht es für sie leichter.

Trendsportarten kommen einfach besser an. Das ist so. Yoga zieht mehr als die klassische Rückenschule.

Unsummen sind gar nicht nötig, um die Angebote zu kommunizieren. Im Gegenteil: Emails und Newsletter zu versenden, ist unkompliziert und kostet nichts. Für Aushänge hat die Initiative WERTGESCHÄTZT eine Plakatvorlage, in die wir nur noch die Aktion mit Datum und Ort integrieren müssen.

Veganer, Vegetarier oder Fleischesser – eines ist allen gemein: Achtsam zu essen, ist wichtig. Zu diesem Thema bieten wir zusammen mit der Initiative WERTGESCHÄTZT ein Seminar an. So können die Mitarbeitenden erkennen, welche Ernährungsgewohnheiten ungünstig sind, etwa wenn sie in Schichten arbeiten.

Weiterbildung: Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind ein gutes Mittel um Mitarbeitende langfristig zu motivieren.

X-mal habe ich in unserem Betrieb erklärt, wofür die Initiative WERTGESCHÄTZT steht. Sobald Kolleginnen und Kollegen wissen, was sich dahinter verbirgt, haben sie das super angenommen. Man muss das erklären. Gut geeignet dafür ist auch eine Betriebsversammlung.

Y-Chromosom: In sozialen Berufen arbeiten immer noch mehr Frauen als Männer. Aber es ist wichtig, auch für die Männer attraktive Aktionen anzubieten.

Zukunft: Ich hoffe, dass wir zusammen mit der Initiative WERTGESCHÄTZT unser BGM-Angebot langfristig in seiner Struktur, Vielfalt und Planbarkeit erweitern können.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.